Sammlerkolumne

«Warum ich nur einen Cartier-Bresson besitze...»

Jedes Sammeln werde zu einer höchst persönlichen Beschäftigung, die auf einer Erfahrung, einer Erinnerung, einem Gefühl, einem Moment in der Zeit, einem flüchtigen Blick auf die Unsterblichkeit beruhe – und dies gelte insbesondere für die Fotografie, schreibt der amerikanische Sammler Charles J. Burdick.

Text — Charles J. Burdick

Übersetzung — Matthias Steinke

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«Der tägliche Blick auf die Seine (nicht immer überlaufen) auf meinem Weg zur Arbeit vom 7. zum 1. Arrondissement.» 
Foto: Henri Cartier Bresson, Quai des Tuileries, 1. Arrondissement, Paris,1956, (c) Fondation Henri Cartier Bresson / Magnum Photos / Agentur Focus

Mein Großvater betrieb die Fotografie als Hobby, nicht als Beruf, obwohl er auf lokalen Kunstmessen und in Galerien ausstellte und sich immer freute, wenn er einen Preis für eine Kategorie gewann, die gerade vergeben wurde. Ich erinnere mich, dass ich als kleines Kind mit Verwunderung beobachtete, wie er Stunden in der Dunkelkammer hinter seinem Haus verbrachte und an dem herumfummelte, was ich heute als die richtige Belichtung und Körnung seiner letzten preisgekrönten Aufnahme verstehe. Ich habe ein halbes Dutzend seiner Fotos in meiner Wohnung hängen, schwarz-weiße Wüsten- oder Ozeanmontagen, eine Ölbohrinsel, eine Palme und ein Miethausprojekt im Osten von Los Angeles.

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«Ich habe nie mit meinem Großvater darüber gesprochen, wie er die Motive für seine Fotos auswählt. Meine Vermutung ist, dass seine Antwort lauten würde: ‚Es geht um die Schönheit der Natur und die Definition des Lichts‘. Seine Motivwahl zeichnet sich durch das Fehlen von Menschen jeglicher Art und die Konzentration auf Landschaften aus; Ozean, Wüsten und Berge (sowie Mietskasernenprojekte in Ost-Los Angeles), wobei das bestimmende Merkmal die Verwendung und die Kontraste von Licht und Schatten sind.»

Fotos: Charles Smith, 1950er Jahre

Mein einziger Versuch, in seine Fußstapfen zu treten, währte nur ein paar Wochen. Ich brach den Abendkurs für Fotografieanfänger schnell ab, da ich merkte, dass ich nicht die Kraft, die Geduld oder das „Auge“ hatte, den Zauber einzufangen.

Zu einem ernsthaften Sammler wurde ich erst Mitte der 1990er-Jahre, als ich nach London zog. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Fotografien im Allgemeinen zwar recht preiswert, aber meine begrenzten verfügbaren Mittel musste ich für anderes einsetzen! Ich besaß zwar das eine oder andere Souvenir von meinen häufigen internationalen Reisen, aber Fotografien waren nicht darunter. Als ich Mitte der 1990er-Jahre umzog, entdeckte ich die Sammlung meines Großvaters wieder, rahmte die Bilder, die mir gefielen, und mein eigenes Sammeln begann.

Jeder Sammler hat seine bevorzugten Galerien, und ich bin da keine Ausnahme. Ich stehe in Kontakt mit mehreren Galerien in London und Paris. Mit der Galerie Claude Bernard, um eine zu nennen, die eine starke Beziehung zur französischen Kunstszene, sowohl in der zeitgenössischen Kunst als auch in der Bildhauerei und Fotografie hat. Sie ist verantwortlich für meine umfangreiche Doisneau-Sammlung. 

Ich bin mit Magnum Photos verbunden und habe Zugang zu deren umfangreichen Sammlungen und Archiven. Mit diesen Verbindungen geht ein Netz von Freundschaften und Bindungen mit anderen Sammlern, Galerien und mit vielen der unten genannten Fotografen einher.

Etwa zu der Zeit, als ich nach London zog, eröffnete um die Ecke von meiner Wohnung Hackelbury Fine Art, und dort habe ich mein erstes „erwachsenes“ Foto gekauft, ein Bild von Boubat: La Place Maubert.

Da ich mit meinem ersten Job ein denkwürdiges Jahr in Paris verbracht hatte, löste es Emotionen und Erinnerungen an diese sehr eindrucksvolle Zeit aus. Das Bild wurde 1954 aufgenommen und zeigt zwei Mädchen auf einer belebten Pariser Straße. Es fängt all das ein, was ich an der Fotografie liebe, einen Moment in der Zeit, die unterschwellige Frage, was aus ihren jungen und sich entwickelnden Leben wohl geworden ist. 

«Zu einem ernsthaften Sammler wurde ich erst Mitte der 1990er-Jahre, als ich nach London zog. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Fotografien im Allgemeinen zwar recht preiswert, aber meine begrenzten verfügbaren Mittel musste ich für anderes einsetzen!»

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In London die Sehnsucht nach Paris gestillt: Charles J. Burdick in den 1990er Jahren in Paris.
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«Boubat fängt die Unschuld und Reife von „les enfants“ ein wie kein anderer.»

Foto: Edouard Boubat, «Les petites filles de la Place Maubert», Paris, 1952

«In London habe ich mein erstes 'erwachsenes' Foto gekauft, ein Bild von Boubat: La Place Maubert.» 

Dies war die erste Fotografie einer inzwischen umfangreichen Sammlung von Pariser Straßenszenen, zu denen sich Modefotos aus jener Epoche gesellten, die lose als die Zeit des französischen Humanismus bezeichnet wird: das Frankreich der 1950er und 1960er-Jahre, das aus dem Krieg hervorging und sich als Nation wieder aufbaute. Es gab damals viele großartige Fotografen, und die meisten von ihnen habe ich kennengelernt: William Klein, Marc Riboud, Cartier-Bresson, Willy Ronis, Martine Franck, Frank Horvat, Robert Doisneau und Elliott Erwitt. Viele von ihnen sind mit Magnum Photos verbunden, der Kooperative, die 1947 gegründet wurde, um die Bemühungen ihrer Mitglieder im Fotojournalismus und in der Mode finanziell zu unterstützen.

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«Ich war in Franks Studio am Stadtrand von Paris und sah dieses Modefoto (Schuh und Eiffelturm) in seiner Sammlung. Ich wohnte im Hilton-Hotel neben dem Eiffelturm und gegenüber dem Trocadero, als ich zum ersten Mal in Paris ankam, und es hat mich emotional an diese sehr frühen Tage erinnert und ist außerdem ein starkes Foto voller ikonischer Elemente und Symmetrie.»

Frank Horvat, «Schuh und Eiffelturm» für Stern, Paris, 1974
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«Ein Modefoto für Jardin des Modes; die berühmte Brasserie in Les Halles ist immer noch in Betrieb und unser Lieblings-‚Chien‘ überblickt das Geschehen; es ist ein lustiges Lokal mit einem etwas gemischten Publikum und obwohl es inszeniert ist, fängt Frank die Atmosphäre perfekt ein.»

Frank Horvat, «Au Chien Qui Fume» für Jardin des Modes, Paris, 1957

«Sammeln heißt mit der eigenen Entwicklung mitgehen.» 

Warum französische Straßenfotos? Man kann sich das Staunen des jungen Menschen vorstellen, der zum ersten Mal sein Heimatland verlässt, der den Eiffelturm vom Taxi vom Flughafen aus sieht, die Seine, die über die Ufer tritt, oder das wahnsinnige Verkehrstreiben um den Arc de Triomphe. Es war eine sehr emotionale Zeit, in der ich mit der Aufregung und Frustration des Erlernens einer neuen Sprache und dem Alltag in einem neuen Land zu tun hatte. Während viele Fotografen sagen werden, dass sie fotografieren, was sie „fühlen“, bin ich der Überzeugung, dass das auslösende Moment für den Sammler eine Emotion beim Anblick einer Fotografie ist: die Erinnerung an einen bestimmten Moment in ihrer Vergangenheit. Das trifft sicherlich auf mich mit meiner Sammlung zu. 

Modefotografie unterscheidet sich in Bezug auf Technik, Motivation und Visualisierung stark von der Straßenfotografie, sowohl für den Fotografen als auch für den Sammler. Ich stimme nicht damit überein, dass „sozialdokumentarische“ Fotografie mit der Zeit interessanter wird, während „schöne“ Fotografie nach und nach weniger interessant erscheint. In gewisser Weise faszinieren mich meine Modefotografien heute mehr als zur Zeit des Kaufs. Wahrscheinlich auch, weil sie oft Paris zeigen oder ich den Fotografen kennengelernt habe oder beides. 

Frank Horvat und William Klein sind sowohl renommierte Fotojournalisten als auch angesehene Modefotografen. So inszeniert sie auch sein mögen, diese Fotografien sind für mich sehr ansprechend, weil man den Eindruck gewinnt, im selben Moment dabei zu sein und zu sehen und fühlen, was der Fotograf gesehen hat.

Als Sammler, der diese beiden und andere Fotografen getroffen hatte, war der Übergang zum Sammeln von Modefotografien mit französischem Bezug eine natürliche Entwicklung.

Ich entdeckte Frank Horvat in der Galerie Dina Vierny am linken Seineufer. Dina Vierny war die Muse des Bildhauers Maillol, einem Mitglied der Resistance. Sie wurde zu einer Kunstsammlerin, die verfügte, dass nach ihrem Tod eine Stiftung gegründet würde, die das Museum Maillol und die kleine Galerie Dina Vierny unterstützt, die von ihrem Sohn Oliver betreut werden. Frank Horvat, ein ungarischer Emigrant, hatte eine enge Beziehung zu der Galerie. Ich habe Frank, der leider im letzten Jahr im Alter von 92 Jahren verstorben ist, mehrmals bei seinen Eröffnungen in der Galerie und in seinem Atelier getroffen, seine Arbeit war breit und vielfältig, sowohl in der Mode, als auch im Fotojournalismus.

Das Foto 'Schuh und Eiffelturm' entstand für die Zeitschrift Stern, während 'Au Chien qui Fume' Teil einer frühen Ausgabe von Jardin des Modes war. Das gleichnamige Restaurant existiert noch im Quartier Les Halles und der rauchende Hund überblickt immer noch an prominenter Stelle das Geschehen. 

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« Ein wunderbares Beispiel für William Kleins Phantasie und das Nebeneinander von Ruhm und Anonymität»

Foto: William Klein, «Visages blancs, Opéra», Paris, 1963 (Vogue)
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«Der Grund, warum ich zwei von demselben Bild habe, ist, dass ich es erstens nicht für dasselbe Foto halte und zweitens eines in London und das andere in New York ist.»

Foto: William Klein, «Smoke + Veil», Paris, 1958 (Vogue) 
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«William Klein in seiner skurrilen Bestform mit bemaltem Kontaktbogen.»

Foto: William Klein, «Smoke + Veil», Paris, 1958 (Vogue) «Painted, circa 2012»

«Die Begegnung mit den Fotografen verstärkt die Freude über die wachsende Sammlung, man erinnert sich an den Moment, an das Gespräch. Aber es kann auch nach hinten losgehen, sowohl für den Sammler als auch für den Fotografen!»

William Klein ist ein Amerikaner, der seit über 60 Jahren in Paris lebt, auch er Modefotografe und Fotojournalist. Er ist bekannt für seine Verwendung von Weitwinkelobjektiven und für seine rohen, kontrastreichen Abzüge. Er hat sich im Filmemachen versucht und Kontaktabzüge bemalt. Er stellt immer noch aus und ist gut in Form. Ich habe ihn mehrmals getroffen und im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen, die ich kennengelernt habe, ist er "eine Persönlichkeit": schlagfertig, selbstironisch und auf lustige Weise eigensinnig. Ich fragte ihn, warum er nie zu Magnum gegangen sei, und er sagte: «Sie wollten mich nicht!»

Die Begegnung mit den Fotografen verstärkt die Freude über die wachsende Sammlung, man erinnert sich an den Moment, an das Gespräch. Aber es kann auch nach hinten losgehen, sowohl für den Sammler als auch für den Fotografen! Fotografen sind visuelle Menschen und haben den Ruf, im Allgemeinen nicht die «größten» Persönlichkeiten zu sind, vor allem in der persönlichen Begegnung, das entspricht auch meiner Erfahrung.

Eine bemerkenswertes Erlebnis war meine Einführung bei Cartier-Bresson. Mein Französisch war damals brauchbar, allerdings mit starkem Akzent. Ich stellte mich ihm bei einer Galerieeröffnung vor und drückte meine Wertschätzung und Bewunderung für seine Werke und seine Karriere aus. Er unterbrach mich auf Englisch und schlug vor, ich solle Englisch sprechen. Etwas nervös und verblüfft stammelte und murmelte ich etwas als Antwort, woraufhin er abrupt sagte: «Ich sehe, dass wir hier ein Problem haben», sich umdrehte und wegging. Ziemlich erschüttert und irritiert sagte ich mir, dass ich nie wieder eines seiner Fotos kaufen würde.

Bis heute habe ich deshalb nur dieses eine Bild (ganz oben), bedauere das und verstehe es als einen Verlust! Cartier-Bresson war und ist ein Meister seiner Zeit und vielleicht aller Zeiten und bekannt für den «entscheidenden Moment». Im Allgemeinen liebe ich seine Arbeiten, und ihr Preis hat sich seit diesem denkwürdigen, aber unglücklichen Austausch leider vervierfacht.

Nun haben Sie eine Idee meiner Erfahrungen. Das Sammeln erweitert Ihre Welt auf unerwartete Weise, und was wichtig ist, Ihre Sammlung ist etwas, das sich im Hinblick auf die mit jedem Erwerb verbundenen Emotionen und Erinnerungen, mit Ihnen entwickelt und wächst.

 

«Während viele Fotografen sagen werden, dass sie fotografieren, was sie „fühlen“, bin ich der Überzeugung, dass das auslösende Moment für den Sammler eine Emotion beim Anblick einer Fotografie ist: die Erinnerung an einen bestimmten Moment in ihrer Vergangenheit.»

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«Wer würde sich nicht von diesem Foto der Hoffnung und der endlosen Möglichkeiten inspirieren lassen.»

Robert Dosineau, «La Derniere Valse-Bastille Day», Paris, 1945
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«Mademoiselle Anita... eine Erinnerung an die Einsamkeit jeder Großstadt; vielleicht wartet sie auf einen Freund oder ein ‚Oiseau de Nuit‘, für immer verewigt.»

Foto: Robert Dosineau, «Mademoiselle Anita», Paris, 1951, with permission of Galerie Claude Bernard/ Doisneau Estate
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«Mein Büro lag direkt an der Champs-Elysée, und das erinnert mich an die gelegentlichen verrückten Sprints durch den Verkehr, um den Arc de Triomphe zu erreichen»

Foto: Robert Dosineau, «La Meute, Place de la Concorde», Paris, 1969, with permission of Galerie Claude Bernard/ Doisneau Estate 
Charles J. Burdick
Charles J. Burdick wuchs in Kalifornien auf und lebt seit Mitte der 90er Jahre in London. Er verfügt über einen umfangreichen Hintergrund in der Telekommunikations- und Medienbranche. Burdick begann seine internationale Karriere nach seinem MBA Abschluss in Finanzen an der UCLA, als er in den frühen 1980er Jahren in Paris für Carnation arbeitete. Als Nestlé 1985 Carnation kaufte, zog er in die Schweiz. Die Medien- und Telekommunikationskarriere begann mit seiner nächsten Stelle als internationaler Treasurer für TimeWarner in New York. Derzeit ist er als Berater in diesem Sektor tätig. Burdick ist begeisterter Sammler von Fotografie, treibt Sport, liest viel und reist gerne. Er ist im Beirat der UCLA für MEMES (Management Enterprise for Media Entertainment and Sports) und engagiert sich in philanthropischen Unternehmungen in den Bereichen Bildung, Kunst und der Flüchtlingshilfe.
Matthias Steinke
Matthias Steinke hat diesen Text übersetzt. Er bewegt sich mit Vorliebe zwischen Jazz, Neurowissenschaften und postmoderner Literatur. Er lebt und arbeitet als Organisationsberater in Berlin. Steinke besitzt langjährige Führungserfahrung in globalen Unternehmen der IT und Telekommunikation und hat unter anderem 10 Jahre in England gelebt. Er ist Gründungsmitglied von DEJAVU e.V. und bei ReVue verantwortlich für die Rubrik "Im Kopf”. 

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